Sorya e.V. Drucken

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Hintergrund

Kambodscha ist ein Land im Aufbruch. Über mehrere Jahrzehnte wurde das Land von den Roten Khmer beherrscht, deren Schreckensregime zwischen 1975 und 1979 über 1,5 Millionen Menschen das Leben gekostet hat. Mittlerweile findet Kambodscha nach und nach zu Frieden und politischer Stabilität zurück. Gleichzeitig wächst die Wirtschaft kräftig (2005: ca. 10%) und die Armutsrate sinkt (Quelle: Deutscher Entwicklungsdienst).

Ungeachtet dieser positiven Tendenzen ist Kambodscha immer noch dringend auf ausländische Hilfe angewiesen. Diese deckt über die Hälfte des Staatshaushaltes. Weite Teile des Landes sind mit Minen übersäht, dauerhafte Relikte der Jahrzehnte langen kriegerischen Auseinandersetzungen. Fehlende Infrastruktur und ein mangelhaftes Bildungssystem sind immense Hürden auf dem Weg zu sozialer Gerechtigkeit und flächendeckender Versorgung der Bevölkerung (Quelle: Deutscher Entwicklungsdienst).

In Kambodscha klafft - wie in vielen wirtschaftlich schwach entwickelten Ländern - die Kluft zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. 80 Prozent der Bevölkerung leben als Reisbauern auf dem Land. Diese Menschen profitieren von dem wirtschaftlichen Fortschritt des Landes nicht oder nur kaum. Ihr Leben ist geprägt durch körperliche Schwerstarbeit, existenzielle Nöte, Krankheiten und niedrigen Bildungsstand bzw. weit verbreitetes Analphabetentum.

Die in Kambodscha weit verbreitete allgemeine Armut wird dadurch unterstrichen, dass das Land im Human Development Report 2007/ 2008 gemessen am Human Development Index (HDI) nur aufPlatz 131 von insgesamt 177 Ländern steht.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung fasst die Situation wie folgt zusammen:

"Mehr als ein Drittel der Kambodschaner leben unterhalb der Armutsgrenze, davon die große Mehrheit auf dem Land. 33 Prozent der Bevölkerung sind unterernährt (Stand 2004). Nur etwa 40 Prozent der Menschen haben gesicherten Zugang zu Trinkwasser. Das Gesundheitssystem musste komplett neu aufgebaut werden, auch das Bildungssystem ist noch mangelhaft. Bis vor kurzem hatte das Land die höchste Verbreitungsrate von HIV/AIDS in Asien. Die Analphabetenrate liegt bei 26 Prozent – bei Frauen und in ländlichen Regionen ist sie sogar noch höher." (Quelle: BMZ)

Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2002 die Hilfsorganisation Preah Ong als gemeinnütziger Verein gegründet. 2006 wurde der Verein in Sorya e.V. umbenannt (Sorya = strahlende Sonne) und hat heute ca. 100 Mitglieder. Das Aktionsgebiet von Sorya e.V. sind die Dörfer am Berg Phnom Chiso (z.B. Tropangsdock, s. Karte).

Sorya in Kambodscha

Hand in Hand mit dem deutschen Verein Sorya e.V. arbeitet die im Jahr 2005 eingetragene Partnerorganisation Sorya Cambodian Development Organization, der kambodschanische Zweig von Sorya. Sorya Deutschland ist Sponsor, sehr oft Impulsgeber und Entscheidungsträger. Gleichzeitig agiert Sorya Kambodscha sebstständig und übernnimmt eigene Verantwortung für die Ausarbeitung und Durchführung von Projekten. Die enge Verbindung beider Organisationen wird dadurch unterstützt, dass Sorya e.V. Volontäre nach Kambodscha entsendet, die vor Ort von Sorya Kambodscha in eigener Regie in Hilfsprojekte eingebunden werden.

Zielsetzungen

Der Verein Sorya e.V. unternimmt in der Zielregion Anstrengungen in Bildung und Wirtschaftsförderung. Über allen Aktivitäten steht der Leitsatz "Hilfe zur Selbsthilfe". Die Menschen sollen ermutigt und befähigt werden, ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen und erhalten dafür parallel von Sorya e.V. die notwendige Unterstützung.

Neben dieser konzeptionellen Zielsetzung möchte der Verein konkrete Einzelfallhilfe, z.B. eine gute medizinische Versorgung für bedürftige Menschen, in der Region leisten.  

Projekte

Die gesetzten Ziele werden im Rahmen konkreter Projekte verfolgt. Diese sind hier nur stark verkürzt dargestellt (ausführliche Informationen finden Sie auf der Website des Vereins). 

Bau von Schulen

Sorya e.V. finanziert den Bau von Schulen. Zum Beispiel wurde im Jahre 2002 die Alysha Chan School in Tropang Sdock mit Spendengeldern gebaut. Der Verein trägt auch die Gehälter von Lehrern, die an Schulen der Umgebung unterrichten. Geplant ist der Bau und Betrieb weiterer Schulen. Dabei ist auch ein Engagement in der Erwachsenen- und Berufsbildung vorgesehen. In einem für das Jahr 2007 geplanten Seidenweberzentrum wird kambodschanische Seide mit europäischen Designvorstellungen kombiniert, um Weberinnen der Umgebung neue Kenntnisse zu vermitteln und neue Absatzmöglichkeiten zu erschließen. 

Medizinische Versorgung

Sorya e.V. organisiert Krankentransporte zu Krankenhäusern in Takeo und Phnom Penh, bezuschusst Behandlungskosten und bezahlt Medikamente für Menschen, die sich eine solche Versorgung ohne fremde Hilfe nicht leisten könnten. Daneben gibt es weitere Schwerpunkte der medizinischen Versorgung:

  • Impfungen von Kleinkindern in Zusammenarbeit mit der örtlichen Gesundheitsstation
  • Versorgung Bedürftiger mit angepassten Brillen in Zusammenarbeit mit der Eye Care Mission in Berlin
  • Schulungen der Mitarbeiter und Schüler zu Gesundheit und Hygiene
  • Zusammenarbeit mit anderen Organisationen zur HIV/AIDS-Aufklärung, zur Verbesserung der Wasserversorgung und zur Behandlung von Fehlsicht und Augenleiden

 

StipendienMithona

Ein wesentlicher Pfeiler der Bildungsförderung durch Sorya e.V. ist die Vergabe von Stipendien im Rahmen des Projektes Mithona. Jungen, hoffnungsvollen Menschen wird die Möglichkeit einer akademischen Ausbildung gegeben. Die Stipendien werden ausschließlich durch Spenden finanziert, nicht aber durch Vereinsmittel. 

Mission Muh

Im Rahmen dieses Projekts wird bedürftigen Familien eine Kuh zur Pflege gegeben. Wenn die Kuh ein Kalb bekommt, darf es die Familie als Lohn für ihre Pflegeleistung behalten - ein unschätzbarer Gewinn. Auf diese Weise können arme Familien aktiv dazu beitragen eine wirtschaftliche Grundversorgung zu erhalten und ihre Situation Schritt für Schritt zu verbessern.

Regenwasserdorf

Gegenstand dieses Projekts ist es, Regenwasser zu Trinkwasser aufzubereiten und in Containern zu speichern. Auf diese Weise werden die Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt.

Feldarbeit

Sorya e.V. stellt wichtige Geräte für die Feldarbeit zusammen, mit denen die Bauern die Erträge ihrer Felder steigern können.

Kurzzusammenfassung

  • Bildungs- und Wirtschaftsförderung in der Dorfregion am Berg Phnom Chiso (Kambodscha)
  • Zusammenarbeit mit selbstständiger kambodschanischer Partnerorganisation
  • Sponsor für von Sorya Kambodscha durchgeführte Hilfsprojekte vor Ort

 

 

 

Wie können Sie helfen? 

  • Geldspenden
  • Volontariat zur Unterstützung der Arbeit von Sorya vor Ort in Kambodscha
  • Mitgliedschaft im Verein

 

 

 

Weitere Informationen über Sorya e.V. finden Sie auf der Website des Vereins


Quellen:
http://www.sorya.de
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 21. März 2008 )