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Hintergrund
Eine Million Kinder leben zur Zeit in Armut, 10 Millionen Kinder sterben jährlich an vermeidbaren Krankheiten und Unterernährung. 77 Millionen Kinder gehen nicht zur Schule, 44 Millionen davon Mädchen.
Waisen und gefährdete Kinder sehen sich täglich Herausforderungen gegenübergestellt, u.a. Geld für Schulkosten aufzutreiben, Essen und Kleidung zu finden und Zugang zu gesundheitlicher Versorgung zu bekommen. Ihre Verzweiflung macht sie anfälliger für Missbrauch und Ausbeutung, und zwangsläufig erkranken sie eher an HIV.
Weniger als 15% der Kinder erhalten jegliche Art internationaler Hilfe oder Unterstützung.
Wie man sich vorstellen kann, beeinträchtigt der Verlust eines oder beider Elternteile Kinder sowohl psychologisch, als auch sozial und wirtschaftlich, da jede Grundlage der elterlichen Versorgung entfällt. UNICEF zählte folgende Auswirkungen einer Erkrankung oder eines Todesfalls des Elternteils für Kinder auf :
- Finanzielle Bedrängnis – wenn Eltern erkranken, ist es ihnen nicht mehr möglich finanziell für ihr Kind zu sorgen und das bisschen Ersparte muss für gesundheitliche Kosten ausgegeben werden. Als Resultat können die Bedürfnisse des Kindes wie Schulgeld und Kleider nicht mehr erfüllt werden.
- Mangel an Liebe, Aufmerksamkeit und Zuneigung – Kinder in jedem Alter brauchen emotionale Unterstützung und Ansporn. Kinder, denen dieses verwehrt bleibt werden in ihrer Entwicklung und in ihrem Wohlbefinden beeinträchtigt.
- Schulabbruch – oftmals werden Kinder zum Pfleger des kranken Elternteils und können nicht mehr zur Schule gehen.
- Psychische Belastung – Kinder leiden unter der Angst, das HIV-positive Elternteil zu verlieren.
- Verlust der Erbschaft – in vielen Ländern der Welt schützen Eigentum und Erbe nicht die Rechte von Waisen und Witwen. Ihnen ist untersagt, das einzufordern, was rechtlich ihres ist. Selbst wenn es ein Erbschaftsrecht im Gesetzbuch gibt, wird dieses oftmals nicht eingehalten.
- Steigender Missbrauch und HIV-Infektion – ohne Eltern, die sich um das Wohlergehen ihres Kindes kümmern, können Kinder Opfer sexueller Ausbeutung und Kinderarbeit werden. Unterernährung und Erkrankung – verwaiste Kinder sind in einem hohen Risiko der Unterernährung und Erkrankung ausgesetzt, u.a. wegen Mangel an Zugang zu gesundheitlichen und hygienischen Einrichtungen.
- Diskriminierung und Isolation – wenn Kinder durch HIV/Aids verwaisen, müssen sie oftmals ihre gewohnte Umgebung verlassen und werden möglicherweise von anderen Verwandten nicht akzeptiert. Selbst wenn Kinder in ihrem familiären Umfeld bleiben, können sie Opfer von Diskriminierung oder Isolation aufgrund von einem allgemeinen Missverständnis der Krankheit und dessen Ausbreitung werden.
Vor diesem Hintergrund möchte die gemeinnützige Organisation "A Better World" einen Beitrag dazu leisten, eine bessere und sichere Welt zu schaffen in der alle Kinder Liebe, Zuwendung, Trost und eine gute Bildung erhalten.
Unterstützt werden unterprivilegierte und benachteiligte Kinder wie Waisen, Straßenkinder, Kinder die an HIV/Aids oder Unterernährung leiden, usw.
Zielsetzungen
Die Zielsetzungen von "A Better World" lauten konkret wie folgt:
- Eine bessere und sichere Welt aufbauen, indem in die Kinder, und somit in die nächste Generation, investiert wird.
- Qualitative Bildung für bedürftige Kinder zu sichern, u.a. ihnen lebenswichtige Fähigkeiten für einen Beruf zu lehren.
- Den an HIV/Aids, Unterernährung oder Malaria leidenden Kindern
medizinische Hilfe zukommen zu lassen, ohne eine Unterscheidung
bezüglich der gesellschaftlichen Stellung, der Hautfarbe, der Rasse, der Religion oder des Geschlechts.
- Den Kindern einen moralischen Rahmen schaffen, der eine gute Entwicklung innerhalb ihrer Kultur ermöglicht.
- Die Etablierung, Finanzierung und Hilfe für Waisenhäuser.
- Effektive und schnelle Hilfe für Kinder die von Umweltkatastrophen, wie
Überschwemmung, Erdbeben, Dürre und den daraus folgenden Hungersnöten
und Epidemien betroffen sind.
- Eine Umgebung zu schaffen, die es Kindern ermöglicht, eine Generation von guten Bürgern aufzubauen.
Projekte
"A Better World" führt im Überblick zurzeit folgende Maßnahmen durch:
- Ermöglichung der Schulbildung für 71 Waisen und benachteiligte Kinder
- Verteilen von Lernmaterial an bedürftige Kinder
- Unterstützung von Kindern in Pflegeheimen
- Gründung eines Projekts in Malawi um Jugendliche mit Hilfe des Sports zu fördern
- Unterstützung eines Umweltprojektes für Kinder in Schulen in Kamerun
- Finanzierung für Behandlungen von Kindern
Zwei Projekte werden im Folgenden etwas genauer beschrieben. Weiter Informationen finden sich auf der Website von "A Better World".
Aufbau eines Zentrums
Zurzeit (Stand: Juli 2010) wird an dem Aufbau eines Zentrums für Waisen und benachteiligte Kinder in Kamerun gearbeitet. Dieses Zentrum wird 50 Kindern familiäre Fürsorge bieten.
Das Projekt kommt den Kindern zu Gute, die auch bei Kälte auf der Straße schlafen müssen und um etwas zu Essen betteln. Das Zentrum ermöglicht es auch, sich um Babys und Kinder zukümmern, die beide Eltern verloren und niemanden haben, der sich um sie kümmert.
Hinzukommend soll das Zentrum als Rehabilitation für Kinder dienen, die in Verbrechen verwickelt waren, um ihre Moral und Zukunft aufzubauen.
Gegen Malaria
Jedes Jahr sterben ca. 1,5 bis 2,7 Millionen Menschen in Afrika an Malaria. Am anfälligsten für diese Krankheit, welche von Moskitos übertragen sind, sind Kinder und schwangere Frauen.
In den letzten 15 Jahren haben sich Moskitonetze als bestes Mittel hervorgetan, um Malaria zu kontrollieren. Diese Netze reduzieren merklich die Sterberaten in endemischen als auch in epidemischen Gegenden.
Studien in Afrika haben sogar ergeben, dass Moskitonetze die Kindersterberate um 33% verringern.
Die Ziele diese Projekts sind vielschichtig:
- Indem die Verwendung von Moskitonetzen bei schwangeren Frauen erhöht wird, werden diese und auch deren Kinder geschützt
- Um die Ausbreitung von Moskitos an sich zu vermeiden, wird das Gelände
sauber gehalten, indem Wasserquellen und Buschwerk von Moskitolarven
entseucht werden.
- Um das Bewusstsein für diese wichtigen Vorsorgemaßnahmen zu schärfen, wird vor Ort Öffentlichkeitsarbeit geleistet.
A Better World beabsichtigt, Moskitonetze in Schwangerenberatungsstellen zu verteilen.
Diese Netze sollen mit langanhaltendem Insektenbekämpfungsmittel behandelt sein, wie es die Weltgesundheitsorganisation vorsieht. Diese Netze sind sehr effektiv, weil sie eine Schutzzone gegen Moskitos bilden.
A Better World kontrolliert hinzukommend die Verteilung der Netze über die Vorsorgestellen und prüft vor Ort, ob die Netze richtig angebracht sind und korrekt verwendet werden.
Wie können Sie helfen?
Weitere Informationen über "A Better World" finden Sie auf der Website der Organisation.
Quellen:
http://abetterworld-de.jimdo.com
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