Girls' Hope e.V. Drucken

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Girls' Hope e.V. im Überblick

Land/Region Kenia
Arbeitsschwerpunkte: humanitäre Hilfe
Gründung:
2003
Sitz:
Gelsenkirchen
Website:
Girls' Hope

Hintergrund

Wie in vielen Ländern Afrikas, Asiens oder Latein- bzw. Südamerikas ist auch in Kenia die allgemeine Armut eines der größten Probleme. Der Deutsche Entwicklungsdienst macht dazu folgende Angabe: Der Anteil der absolut Armen an der Gesamtbevölkerung liegt bei erschreckenden 52%.

Als Ergebnis der weit verbreiteten Armut treten verschiedene gesellschaftliche Probleme, wie z.B. Slumbildung oder Straßenkinderelend in den Großstädten (z.B. Nairobi), offen zu Tage.

Abgesehen davon sind die Wohnverhältnisse und die Versorgungslage vieler Menschen, insbesondere in den ländlichen Gebieten, kritisch bis alarmierend. Die Landbevölkerung leidet zudem unter mangelhaften infrastrukturellen Voraussetzungen. Gerade im Bildungs- und Gesundheitssektor sind die Zustände zum Teil katastrophal.

Weitere Daten, die die gesellschaftliche Problemlage in Kenia verdeutlichen (Quelle: Welt-in-Zahlen):

  • allgemeine Lebenserwartung unter 50 Jahre
  • 0,14 Ärzte je 1000 Einwohnern
  • 1,3 Mio. HIV-Infizierte
  • knapp drei Mio. Analphabeten (über 14 Jahre) 

 

 

 

Mädchen und Frauen sind in Kenia häufig besonders benachteiligt, da ihnen der Zugang zu Bildung erschwert oder verwehrt wird.

Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2003 der Verein Girls' Hope e.V. gegründet.

Girls' Hope e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der die Verbesserung der Ausbildungssituation von Mädchen in Kenia als Ziel hat. Der Verein betreibt in Deutschland eine intensive Öffentlichkeitsarbeit, um hier die Bevölkerung über Probleme in Kenia und insbesondere die der Mädchen und Frauen zu informieren.

Projekte

Girls' Hope e.V. fördert den Ausbau und die Erweiterung einer weiterführenden Schule, der Diani Maendeleo Academy in Kenia. Dabei handelt es sich um das Kernprojekt des Vereins.

Zusätzlich werden spezielle Projekte im Bereich HIV-Prävention, der Landwirtschaft und des nachhaltigen Umgangs mit der Umwelt initiiert und finanziert.

Diani Maendeleo Academy

Die Diani Maendeleo Academy ist eine im Jahr 2004 errichtete private weiterführende Schule ("secondary school") für Mädchen im Msambweni Distrikt an der Südküste Kenias, genauer: in Mwabungo einem kleinen Dorf südlich von Mombasa und Ukunda.

Obwohl die Bedeutung einer guten Ausbildung der Kinder inzwischen von vielen Familien anerkannt wird und sie sich vielfach, weitaus stärker als in Deutschland üblich, dafür einsetzen, macht ihre wirtschaftliche Lage den Besuch einer Secondary School all ihrer Kinder unmöglich.

Besonders im armen Msambweni Distrikt gibt es deshalb viele Kinder, denen eine höhere Schulausbildung nicht zu teil werden kann. Darunter sind prozentual gesehen sehr viele Mädchen, da traditionell den Jungen in der Familie eine höhere Bedeutung zu gemessen wird.

Weiterführende Schulen sind in Kenia trotz angeblich freien Schulbesuchs durch die hohen Nebenkosten immer noch teuer oder haben Klassenstärken von mindestens 50-60 Kindern, die Unterricht eigentlich unmöglich machen. Die staatlichen Schulen bieten nicht genügend Plätze für alle Interessierten an und sind meist schlecht ausgestattet.

Besser gestellten Familien stehen gut ausgestattete Privatschulen mit teilweise hohen Schulgebühren als Alternative zur Verfügung. Die Kinder der armen Bevölkerungsschichten bleiben ohne weiterführende Bildung im Teufelskreis der Armut hängen.

Das Schulgelände der Diani Maendeleo Academy umfasst inzwischen 4 Schulgebäude, ein Verwaltungsgebäude und das sogenannte Buscherhaus.

Schule

Schule

Es wurde mit Hilfe der Buscher-Stiftung erbaut und soll Schlafplätze für den Internatsbetrieb bieten.

Der Internatsbetrieb ist momentan ein wichtiges Vorhaben. Viele Mädchen wohnen bei ihren Familien oder Verwandten weit ab von der Straße, auf der sie der Schulbus erreichen könnte. Dadurch ist es ihnen nicht möglich die täglichen Strapazen eines so weiten Fußmarsches auf sich zunehmen.

Schule

Schule

Diesen Mädchen will der Verein Girls' Hope mit Hilfe der Internatsplätze trotzdem den Schulbesuch ermöglichen.

Schule

Landwirtschaftliche Projekte

Auf dem großen Grundstück der Diani Maendeleo Academy werden verschiedene Pflanzen angebaut und von den Mädchen auch gepflegt.

Sie lernen dadurch einerseits andere ertragreichere oder widerstandsfähigere Pflanzen kennen und schätzen. Andererseits werden Anbau- und Bewässerungsmethoden (z.B. Tröpfchenbewässerung mit alten Plastikflaschen) vermittelt.

Außerdem befindet sich auch eine Reihe von Nutztieren auf dem Gelände. Ziegen, Hühner, Enten Truthähne und andere dienen als "Anschauungsmaterial" um Probleme bei der Aufzucht anschaulich darzustellen.

Arbeitsgemeinschaften

Am Nachmittag werden an der Diani Maendeleo Academy Projekte mit verschiedenen Schwerpunkten in Arbeitsgemeinschaften durchgeführt.

Ein Beispiel ist das Sodis-Projekt. Mit Hilfe von Getränkeflaschen stellen die Mädchen unter Mitwirkung der Sonne keimfreies Trinkwasser aus Regenwasser her.

Zur Sensibilisierung der Bevölkerung und der Schülerinnen finden Putzaktionen in der Umgebung der Schule statt, bei denen die Landschaft vom Müll befreit wird.

Das Angebot an Arbeitsgemeinschaften variiert und hängt immer stark vom Engagement der Praktikanten aus Deutschland ab, die sich (meist zu zweit oder zu dritt) vor Ort einbringen. Regelmäßig und stark nachgefragt findet von Praktikanten durchgeführt Computer- und Deutschunterricht statt.

Gesundheit/ Hauswirtschaft

Fragen der gesundheitlichen Aufklärung wie Schutz vor Malaria und Aids werden ebenfalls im Rahmen von Projekten thematisiert.

Im hauswirtschaftlichen Bereich soll den Schülerinnen Wissen zur Haushaltsführung vermittelt werden. Hier spielen Vorratswirtschaft und Ressourcenschonung eine große Rolle. 

Kurzzusammenfassung 

  • Kernprojekt: Unterstützung der Diani Maendeleo Academy (Kenia)
  • verschiedene Projekte im Rahmen des Schulbesuchs zu Themen wie Gesundheit, Hauswirtschaft, Landwirtschaft etc. 

 

  Wie können Sie helfen?

Auf der Website von Girls' Hope e.V. werden verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten erläutert. Dazu gehören z.B.

  • Geldspenden
  • Übernahme von Patenschaften für Schülerinnen
  • aktive Mitgliedschaft im Verein

 

 

 

Weitere Informationen über Girls' Hope e.V. finden Sie auf der Website des Vereins.


Quellen:
http://www.girlshope.de
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 30. März 2010 )