Hintergrund
Wie in vielen Ländern Afrikas, Asiens oder Latein- bzw. Südamerikas ist
auch in Kenia die allgemeine Armut eines der größten Probleme. Der Deutsche Entwicklungsdienst macht dazu folgende Angabe: Der Anteil der absolut Armen an der Gesamtbevölkerung liegt bei erschreckenden 52%.
Als Ergebnis der weit verbreiteten Armut treten verschiedene
gesellschaftliche Probleme, wie z.B. Slumbildung oder
Straßenkinderelend in den Großstädten (z.B. Nairobi), offen zu Tage.
Abgesehen davon sind die Wohnverhältnisse und die Versorgungslage
vieler Menschen, insbesondere in den ländlichen Gebieten, kritisch bis
alarmierend. Die Landbevölkerung leidet zudem unter mangelhaften
infrastrukturellen Voraussetzungen. Gerade im Bildungs- und
Gesundheitssektor sind die Zustände zum Teil katastrophal.
Weitere Daten, die die gesellschaftliche Problemlage in Kenia verdeutlichen (Quelle: Welt-in-Zahlen):
- allgemeine Lebenserwartung unter 50%
- 0,14 Ärzte je 1000 Einwohnern
- 1,2 Mio. HIV-Infizierte
- knapp drei Mio. Analphabeten (über 14 Jahre)
Kwale ist einer von sieben Distrikten in der Küstenprovinz Kenias. Auch hier sind allgemeine Armut und Krankheiten weit verbreitet. Unter der Schirmherrschaft von MdB Dr. Hermann Scheer (Träger des alternativen Nobelpreises 1999) setzt sich der im Jahr 2002 gegründete gemeinnützige Verein "Bahati - Chancen für afrikanische Mädchen e.V." vor allem für aidswaise Mädchen bzw. junge Frauen ein, die in dieser Region leben.
Die folgende Karte zeigt, wo der Verein Bahati e.V. aktiv ist.
Grundsätzlich können sich viele kenianische Familien bei durchschnittlich acht Kindern eine schulische bzw. berufliche Ausbildung für ihre Kinder nicht leisten. Für Mädchen gilt das besonders, denn - wenn überhaupt - wird den Jungen eine Ausbildung ermöglicht. Die Mehrzahl der Mädchen wird zu Hause als Arbeitskraft gebraucht oder
sehr früh mit Gewinn verheiratet, oft jedoch an reiche, alte
Männer als dritte oder vierte Frau.
Besonders benachteiligt sind Waisenmädchen, deren Eltern häufig an AIDS verstorben sind. Diese Mädchen haben kaum eine Chance auf eine Ausbildung, denn sie sind erst recht als billige Arbeitskraft im Rahmen des Familienclans gefordert.
Zielsetzungen
Vor diesem Hintergrund möchte Bahati e.V. Waisenmädchen im Kwale-Distrikt den Besuch der Secondary School und eine anschließende berufliche Ausbildung ermöglichen.
Des Weiteren sollen Schulen und andere soziale Bildungseinrichtungen im Kwale-Distrikt unterstützt werden (vgl. Satzung von Bahati e.V.).
Projekte
Stipendien für aidswaise Mädchen
Bahati e.V. übernimmt für begabte und lernwillige Mädchen die Kosten für den Besuch der vierjährigen
weiterführenden Schulen. Durchschnittlich ca. 30-35 Mädchen und junge Frauen sind in dem Förderprogramm des Vereins. Auf dem folgenden Bild sieht man fast alle Stipendiatinnen:
Die von Bahati e.V. unterstützten Mädchen bzw. jungen Frauen werden auf
Vorschlag von Kauchi Chivumba, der Kooperationsparterin des Vereins und Gründerin des Role-Models-Clubs, in das
Förderprogramm aufgenommen.
Frau Chivumba begleitet die Mädchen vor Ort, berät sie und hält den Kontakt zu den jeweiligen Schulleitern.
Durch die enge Kooperation mit dem Role-Models-Club ist sicher gestellt, dass die richtigen Mädchen für das Förderprogramm ausgewählt werden und die Fördergelder zweckgerichtet verwendet werden. Gleichzeitig gibt es ständig eine Ansprechpartnerin vor Ort, die die Situation der Mädchen einschätzen und entsprechend reagieren kann.
Auf dem nächsten Bild sieht man den Besuch bei Schülerinnen und ihren Pflegeeltern.
Unterstützung von Bildungseinrichtungen
Der Verein Bahati e.V. förderte die Mwaluvuno Primary School und die Mnyenzeni Secondary School bei der Verbesserung der Infrastruktur. So z.B. spendete der Verein z.B. Schulbänke, übernahm die Kosten für ein Wellblechdach mit Regenrinne einen Wassertank und den Zement für den Umbau der Mwaluvuno Primary School.
Für die Energieversorgung der Mnyenzeni Secondary School wurde eine Photovoltaikanlage installiert (s. Bild).
Kurzzusammenfassung
- Hilfsorganisation unter der Schirmherrschaft von MdB Dr. Hermann Scheer
- Hilfe für aidswaise Mädchen im Kwale Distrikt (Kenia)
- Ausbildungsförderung
- Unterstützung von Bildungseinrichtungen im Kwale Distrikt
Wie können Sie helfen?
- Mitgliedschaft im Verein
- Geldspenden
Weitere Informationen finden sich auf der Website von Bahati e.V.
Weitere Informationen über Bahati - Chancen für afrikanische Mädchen e.V. finden Sie auf der Website des Vereins.
Quellen:
http://www.bahati.org
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