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Land/ Region |
Guinea |
| Arbeitsschwerpunkte: |
Bildungsarbeit; Einsatz gegen Zwangsbeschneidungen |
Gründung:
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2000
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Sitz:
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Berlin
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| Website: |
Mama Afrika e.V. |
Hintergrund
Wie in vielen Ländern Afrikas, Asiens und Latein- bzw. Südamerikas ist auch in Guinea die allgemeine Armut ein sehr großes gesellschaftliches Problem. Dieses zeigt sich unter Anderem darin, dass das Land im Human Development Report 2007/ 2008 gemessen am Human Development Index (HDI) nur auf Platz 160 von insgesamt 177 Ländern steht.
Insgesamt gilt Guinea trotz seiner zahlreichen Bodenschätze als eines der ärmsten und industriell am wenigsten entwickelten Ländern der Erde (Quelle: Wikipedia).
Ein besonderes soziologisches Problem stellt die weibliche Genitalverstümmelung dar, welche in Guinea und anderen afrikanischen und arabischen Staaten (z.B. im Jemen) weit verbreitet ist.
"In Guinea, einem Land mit hoher Rate weiblicher Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation - FGM) gibt es ein Schimpfwort, das im übertragenen Sinn "nicht beschnitten sein" bedeutet, und die niedrigste soziale Stufe bezeichnet." (Quelle: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)
Auf der folgenden Karte sieht man, in welchen Regionen Afrikas weibliche Verstümmelungsrituale in besonders hohem Umfang praktiziert werden.
(Quelle: Wikipedia)
Für die betroffenen Mädchen und Frauen können diese Praktiken verheerende physische und psychische Folgen haben und werden deshalb als spezifische Menschenrechtsverletzung deklariert. (Quelle: Deutscher Bundestag)
Amnesty International stellt in diesem Kontext fest:
"Neben den physischen Gefahren durch Infektionen (inkl. HIV), lebenslangen Schmerzen im Genitalbereich, Inkontinenz und Zysten, kann FGM lebensbedrohliche Blutungen oder Komplikationen bei der Geburt von Kindern zur Folge haben. Viele Betroffene erleben den Eingriff als traumatisch – mit den entsprechenden psychischen Langzeitfolgen."
Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2000 der gemeinnützige Verein Mama Afrika e.V. gegründet. Der Verein betreibt neben kulturellen Aktivitäten zum Zwecke der Völkerverständigung Öffentlichkeitsarbeit gegen Zwangsbeschneidungen von Mädchen und Frauen.
Mit diesem Ansatz eng verzahnt ist ein Kindergartenprojekt in Guinea.
Zielsetzungen
Neben kulturell geprägten Zielaspekten möchte der Verein Mama Afrika e.V. auf das besondere Problem der Zwangsbeschneidungen von Mädchen und Frauen aufmerksam machen.
Ein Kindergartenprojekt soll diesbezüglich präventive Hilfe leisten und gleichzeitig einen Beitrag zum Kampf gegen Armut und mangelnde Bildungsmöglichkeiten in Guinea darstellen.
Projekte
Kindergarten
Der Aufbau eines Kindergartens in Kankan (Guinea) ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Beschneidung. In dem Kindergarten sollen Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren betreut werden.
Bislang gibt es in Kankan - dem Geburtsort der Vereinsvorsitzenden von Mama Afrika - keine vergleichbare Einrichtung.
Über den Kindergarten können Kontakte zu Eltern und Kindern hergestellt und entsprechende Aufklärungsarbeit geleistet werden.
Auf dem folgenden Bild sieht man den Rohbau der im Aufbau befindlichen Einrichtung:
Auf der Website von Mama Afrika e.V. werden die mit dem Kindergartenprojekt verknüpften Intentionen wie folgt beschrieben:
- Elternberatung gegen Beschneidung
- Entlastung der Mütter, die ihre Kinder mehrere Jahre auf dem Rücken tragen
- Erleichterung der Gesundheitskontrolle und Gesundheitsvorsorge, wie beispielsweise die Durchführung von Impfungen
- Förderung der Kinder in Form von Vorschulunterricht, so dass sie spielerisch auf ihre Einschulung vorbereitet werden
Infokampagne gegen Zwangsbeschneidungen
Mama Afrika e.V. führt in Deutschland verschiedene Maßnahmen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit gegen Zwangsbeschneidungen durch.
Nähere Informationen zu diversen Vorträgen, Beratungsangeboten sowie differenzierter Netzwerkarbeit zu dem Thema finden sich auf der Website von Mama Afrika.
Patenschaften
Mama Afrika vermittelt Patenschaften für afrikanische Kinder, die in Armut leben aber hochmotiviert sind ihre Lebenssituation aktiv zu verbessern (z.B. über einen geregelten Schulbesuch).
Mitglieder von Mama Afrika e.V. besuchen Patenkinder in der Schule um zu kontrollieren, dass das den Kindern zugedachte Geld auch tatsächlich zweckentsprechend verwendet wird.
Weitere Informationen finden sich auf der Website des Vereins.
Kurzzusammenfassung
- Aufbau eines Kindergartens in Kankan (Guinea)
- Infokampagne gegen Zwangsbeschneidungen von Mädchen und Frauen in Afrika
- Vermittlung von Patenschaften für benachteiligte Kinder
Wie können Sie helfen?
Weitere Informationen über Mama Afrika e.V. finden Sie auf der Website des Vereins.
Quellen:
http://www.mama-afrika.org
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