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| Land/ Region |
Namibia
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Arbeitsschwerpunkte:
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Kinderbetreuung; Bildungsarbeit
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Gründung:
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2002
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Sitz:
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Berlin
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| Website: |
Namibia ProKind |
Hintergrund
Wie in vielen Ländern Afrikas, Asiens und Latein- bzw. Südamerikas ist
auch in Namibia die allgemeine Armut ein sehr großes gesellschaftliches
Problem.
Dieses zeigt sich unter Anderem darin, dass das Land im Human Development Report 2007/ 2008 gemessen am Human Development Index (HDI) nur auf Platz 125 von insgesamt 177 Ländern steht.
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung stellt zu der Armutssituation in Namibia fest:
"Namibia wird zwar in die Gruppe der Länder mit
mittlerem Einkommen eingestuft, aber nirgendwo auf der Welt sind die
Einkommen so ungleich verteilt wie dort. Während die Hälfte der
Bevölkerung mit zehn Prozent des Durchschnittseinkommens auskommen
muss, verdienen die reichsten fünf Prozent im Schnitt fünfmal so viel
wie das Durchschnittseinkommen.
Dies hat zu einer
Spaltung der Gesellschaft geführt, die auch entlang ethnischer
Zugehörigkeiten verläuft. Europäischstämmige Einwohner und eine neue
schwarze Mittelschicht können oft einen europäischen Lebensstandard
pflegen, während weite Teile der Bevölkerung wie etwa die San, eine
nomadisch lebende Gruppe, in extremer Armut leben."
Ein weiteres Zitat:
"Namibias Schönheiten und die aus der Zeit vor der Unabhängigkeit
hinterlassene, relativ gute Infrastruktur mit guten Strassen,
Bahnlinien, dem schmucken Windhoek, guten Lodges und Gästefarmen,
täuschen den Touristen, der selten in die Wohngebiete "früher
unterprivilegierter Menschen" hineinkommt. Die Armut der schwarzen
Bevölkerung ist insbesondere in ländlichen Gebieten groß. Unterkünfte
bestehen aus Blechresten, Plastikbahnen und anderen flächigen
Materialien. Wenn Wasser und Toiletten vorhanden sind, teilen sich
viele Familien eine zentral angelegte "Toilette" und einen Wasserhahn (s. Bild).
In solcher Umgebung leiden Kinder an Krankheiten, die in
den Ländern der ersten Welt lange ausgerottet sind. Ein staatliches
Gesundheitswesen ist vorhanden; die fehlenden Geldmittel, Ausrüstungen
und Geräte erlauben jedoch keinerlei durchgreifende Behandlungen; diese
sind nur möglich, wenn die Behandlungen bei Privatärzten durchgeführt
werden können." (Quelle: Namibia ProKind e.V.)
Angesichts dieser strukturellen Probleme, die durch weitere
Faktoren verschärft werden (wie etwa ein extrem hoher Anteil
HIV-Positiver), sind viele Menschen in
Namibia auf staatliche und nicht-staatliche humanitäre Hilfe aus dem
Ausland angewiesen.
Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2002 der gemeinnützige Verein Namibia ProKind e.V. gegründet. Der Verein finanziert medizinische Versorgung für Kinder und Jugendliche und unterstützt Projekte zur Betreuung und Förderung von Kindern im vorschulischen Bereich sowie Projekte der beruflichen Ausbildung.
Mitte 2006 wurde eine Zusammenarbeit zwischen Namibia ProKind e.V. und der holländischen Organisation Siama Children Namibie beschlossen. Seitdem fließen alle Spenden, die Namibia ProKind sammelt, in das Schulheim Siama, dessen Leiterin Heike Frings (Sozialpädagogin) auch gleichzeitig Mitglied bei Namibia ProKind e.V. ist.
Zielsetzungen
Namibia ProKind möchte bedürftigen Kindern in Namibia eine schulische Ausbildung ermöglichen. Parallel dazu sollen die Kinder durch Maßnahmen im Bereich der Gesundheitserziehung auf ein selbstständiges Leben vorbereitet werden.
Projekt
Kinderheim Siama/ Patenschaften
Im Mittelpunkt der Hilfsaktivitäten des Vereins steht die Unterstützung des Kinderheims Siama (s. Bilder). Die Einrichtung befindet sich in Omaruru, in Zentralnamibia, und versorgt 16 Mädchen.
Viele Eltern können sich den Schulbesuch der Kinder nicht leisten, obwohl dieses eigentlich Pflicht ist. Die Kinder benötigen Schuluniformen und Lehrmaterial und es müssen Schul- und Prüfungsgebühren gezahlt werden. Bei mehreren Kindern in der Familie - was eher die Regel ist - werden dann nur die Söhne zur Schule geschickt. Aus diesem Grund hat sich der Verein der Mädchen angenommen.
Namibia ProKind e.V. vermittelt Patenschaften, fast alle dieser Patenkinder leben im Schulheim Siama.
Dort haben sie einen geregelten Tagesablauf, gehen zur Schule, werden bei den Schularbeiten betreut und erfahren Zuneigung.
Außerdem wird sehr auf die Ernährung geachtet. Die Kinder lernen, Gemüse und Obst zu essen und sich gesund zu ernähren. Ein eigener Gemüsegarten hilft dabei, diese Art der Verpflegung erschwinglich zu machen.
Die ärztliche Versorgung der Kinder bei Privatärzten wird seit Bestehen des Vereins durch die Organisation "Hilfsgruppe Eifel" gezahlt.
Viele der Pateneltern haben auf einer Urlaubsreise durch Namibia ihre Patenkinder bereits besucht. Dafür wurde ein kleines Gästehaus eingerichtet, wo auch Namibiareisende gegen eine Spende übernachten können, um sich die Arbeit vor Ort anzuschauen und den Verein ggf. längerfristig zu unterstützen.
Durch die Spenden, die nicht für die einzelnen Patenkindern bestimmt sind, konnten Anschaffungen wie eine Solaranlage, ein Solarofen (s. Bild), Fliegengitter in den Schlafzimmern zur Prophylaxe vor Malaria, zwei Computer und vieles mehr getätigt werden.
In dem Kinderheim Siama werden Kurse finanziert wie Joga-Unterricht, Computerkurs, Musikunterricht und auch Sprachunterricht in Französisch oder Deutsch.
Das Ziel besteht darin, dass die Mädchen frühzeitig ihre Neigungen erkennen, so dass diese gezielt gefördert werden können. Nach der Schulzeit sollen dann Arbeitsstellen gefunden werden, um den Mädchen nachhaltig Chancen für ein selbstbestimmtes Leben zu geben. Vielleicht ist das eine oder andere Mädchen in der Lage, ein Universitätsstudium aufzunehmen.
Geplant sind die Anschaffung eines Töpferofens, der Anschluss der Computer an das Internet, ein Selbstverteidigungskurs, damit sie sich vor leider häufig vorkommenden sexuellen Übergriffen (Vergewaltigungen) vor Männern - auch aus der Familie - schützen können.
Außerdem sollen die Mädchen auch ihr Land kennenlernen. Es ist daher geplant, dass die ganze Gruppe Anfang 2009 ans Meer fährt.
Kurzzusammenfassung
- Unterstützung des Kinderheims Siama in Omaruru (Namibia)
- Kooperation mit der holländischen Organisation Siama Children Namibie
- Vermittlung von Patenschaften
Wie können Sie helfen?
- Geldspenden (kein Mindestbetrag)
- ordentliche Mitgliedschaft im Verein
- Fördermitgliedschaft
- Übernahme einer Kinderpatenschaft (mindestens 25 EUR/ Monat)
Weitere Informationen über Namibia ProKind e.V. finden Sie auf der Website des Vereins.
Quellen:
http://www.namibiaprokind.de
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