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Hintergrund

Wie in vielen Ländern Afrikas, Asiens und Latein- bzw. Südamerikas ist auch in Namibia die allgemeine Armut ein sehr großes gesellschaftliches Problem.  Dieses zeigt sich unter Anderem darin, dass das Land im Human Development Report 2007/ 2008 gemessen am Human Development Index (HDI) nur auf Platz 125 von insgesamt 177 Ländern steht.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung stellt zu der Armutssituation in Namibia fest:

"Namibia wird zwar in die Gruppe der Länder mit mittlerem Einkommen eingestuft, aber nirgendwo auf der Welt sind die Einkommen so ungleich verteilt wie dort. Während die Hälfte der Bevölkerung mit zehn Prozent des Durchschnittseinkommens auskommen muss, verdienen die reichsten fünf Prozent im Schnitt fünfmal so viel wie das Durchschnittseinkommen.

Dies hat zu einer Spaltung der Gesellschaft geführt, die auch entlang ethnischer Zugehörigkeiten verläuft. Europäischstämmige Einwohner und eine neue schwarze Mittelschicht können oft einen europäischen Lebensstandard pflegen, während weite Teile der Bevölkerung wie etwa die San, eine nomadisch lebende Gruppe, in extremer Armut leben."

Angesichts dieser gesellschaftlichen Problematik, die durch weitere Faktoren verschärft wird (wie etwa ein extrem hoher Anteil HIV-Positiver oder eine schlechte bildungs- und gesundheitspolitische Infrastruktur gerade in ländlichen Gebieten), sind viele Menschen in Namibia auf staatliche und nicht-staatliche humanitäre Hilfe aus dem Ausland angewiesen.

Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2006 der gemeinnützige Verein SUNI e.V. gegründet. Unter dem Leitgedanken der Hilfe zur Selbsthilfe setzt sich SUNI für eine Verbesserung von Bildung und Bildungschancen in Namibia ein. Dieses geschieht in produktiver Zusammenarbeit der Verantwortlichen in Afrika und den Förderern und Freiwilligen aus Deutschland.

Interkultureller Austausch und die Unterstützung von überschaubaren Projekten garantieren einen sinnvollen Einsatz aller Mittel.

SUNI e.V. wird von jungen engagierten Menschen geleitet, die Spaß an der ehrenamtlichen Arbeit und dem interkulturellen Austausch haben. Jedes Projekt hat eine betreuende Person, die die Umstände vor Ort kennt.

Zielsetzungen

SUNI e.V. möchte dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche in Afrika - speziell in Namibia - bessere Rahmenbedingungen und Chancen für Bildung erhalten. Gleichzeitig soll über einen interkulturellen Austausch ein Beitrag zur Völkerverständigung geleistet werden.

SUNI-Kinder

Projekte

Konkret unterstützt SUNI e.V. momentan (Stand 2008) fünf Einrichtungen in Namibia und koordiniert gemeinnützige Projekte in Deutschland. Ausführliche Informationen finden sich dazu auf der Website des Vereins. Im Folgenden findet sich eine kurze Zusammenfassung der Vereinsaktivitäten:

Die Mphe Thuto Primary School, das Hester und Louis Genis Hostel sowie die Tsoga Dira Preprimary School, alle in Tjaka, einem kleinen Dorf im östlichen Namibia nahe der Grenze zu Botswana, werden durch Geld- und Sachspenden unterstützt.

Außerdem vermittelt und fördert SUNI e.V. Praktikanten an die Mphe Thuto Primary School zur Unterstützung der Lehrkräfte und betreut die Website der Schule.

An der Mphe Thuto Primary School haben im Jahr 2008 insgesamt 10 Freiwillige dazu beigetragen, den Unterricht aufrecht zu halten und die Kinder nachmittags zu betreuen und bei den Hausaufgaben zu helfen. Ein wichtiges Ziel war dabei immer jedem einzelnen Kind Achtung entgegen zu bringen und es seinen Bedürfnissen entsprechend zu fördern. Das ist natürlich mit einer rudimentären Infrastruktur und geringen Mitteln schwierig.

Trotzdem haben viele Kinder gerade durch Kunst- und Sportunterricht von einer individuellen Förderung profitiert, die ihre Stärken hervorhebt und ihre Persönlichkeitsentwicklung positiv fördert.

Zudem haben die Freiwilligen auch zusammen mit den Kindern die grauen Häuser des Internats gestrichen, haben Theaterstücke vorgeführt, ein Biologieprojekt, ein Matheprojekt und einen Malwettbewerb durchgeführt.

Für die Omuhaturua Primary School (s. oberes Bild) und die Otjiyarwa Primary School (s. unteres Bild), beide im entlegenen Hereroland in Namibia, werden ebenfalls erfahrene Freiwillige gesucht.

Omuhaturua Schule

Otjiyarwa Schule

Die genauen Bedingungen für ein Volontariat und die Rahmenbedingungen der Arbeit an diesen beiden Schulen werden auf der Website von SUNI e.V. beschrieben.

In Deutschland läuft, neben der Aufklärungsarbeit in Schulen, zudem das Projekt "Kunst für Bildung", bei dem versucht wird mit Hilfe von verschiedenen Kunstprojekten die Einrichtungen in Namibia zu unterstützen sowie zum interkulturellen Austausch anzuregen.

Kunst für Bildung

Kurzzusammenfassung 

  • Unterstützung verschiedener Bildungseinrichtungen in Namibia
  • Koordinierung gemeinnütziger Projekte in Deutschland
  • Förderung des interkulturellen Austausches zwischen Namibia und Deutschland

 

 

Wie können Sie helfen?

  • Geldspenden (ausführliche Informationen auf der Website von SUNI e.V.)
  • Mitgliedschaft im Verein
  • Freiwillige Mitarbeit im Verein oder in den Projekten in Namibia durch ein Praktikum



 

Weitere Informationen über SUNI e.V. finden Sie auf der Website des Vereins.


Quellen:
http://www.suni-ev.de 
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 18. November 2008 )