Verein zur Förderung brasilianischer Straßenkinder e.V. im Überblick
| Land/ Region |
Brasilien |
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Arbeitsschwerpunkte:
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Hilfe für Straßenkinder; Ausbildungsförderung
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Gründung:
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1994
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Sitz:
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Winterbach |
| Website: |
Giovane-Elber-Stiftung |
Hintergrund
Es gibt keine verlässlichen Angaben, wie viele Kinder weltweit auf der
Straße leben. Brasilien wurde noch im Jahr 2005 von der UNO darauf
hingewiesen, dass es keine nachprüfbaren Zahlen über die Kinder und
Jugendlichen führt, die auf der Straße leben. Im Allgemeinen muss
unterschieden werden zwischen den Kindern, die auf der Straße als
Straßendieb arbeiten, und denen, die auf der Straße wohnen und leben.
Die Situation dieser Kinder ist dramatisch, sie führen einen
täglichen Kampf gegen Existenz bedrohende Widerstände. Aufgrund
zerrütteter oder nicht vorhandener familiärer Bindungen schaffen es
viele dieser Kinder ohne fremde Hilfe nicht, der sich immer schneller
drehenden Teufelsspirale aus Armut, Drogen, Krankheit und Kriminalität
zu entfliehen.
Auch in Brasilien tritt dieses gesellschaftliche Problem offen zu Tage, wie das folgende Zitat drastisch unterstreicht:
"Über sieben Millionen Strassenkinder, über
drei Millionen arbeitende Kinder, über zwei Millionen Prostituierte
unter 15 Jahren - das sind keine Sensationsberichte, sondern belegte
Zahlen. Ein Drittel der Bevölkerung des Molochs São Paulo lebt in
Favelas oder Einsturzgefährdeten Häusern, im mondänen Rio lebt etwa die
Hälfte der Cariocas in über 400 Favelas
(...)
Wie
viele dieser Strassenkinder, die auch abfällig "Pivetes - Rotzbengel,
Strassendieb, Taugenichts" genannt werden, zu den berüchtigten
Kinderbanden gehören, weiss niemand genau. Täglich sind die Zeitungen
vollen Einzelheiten über jene, die in die Kämpfe der Drogenringe
geraten, die von Lynch-Kommandos aus gedungenen Killern und
Ex-Polizisten ermordet werden. Sie werden willkürlich aufgegriffen und
an einem verlassen Ort vergewaltigt, gefoltert und ermordet.
Verdächtigt als Auftraggeber werden u.a. die um ihren Umsatz besorgten
Besitzer grosser Läden und Restaurants. Die Kinderhorden verschreckten
ihre Kunden, sagen sie."
(Quelle: http://www.brasilien.de/volk/bevoelkerung/kinder.asp)
Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 1994 der Verein zur Förderung brasilianischer Straßenkinder gegründet. Prominenter Vorsitzender des Vereins war und ist der immer noch sehr populäre ehemalige Fußballprofi und brasilianische Nationalspieler Giovane Elber, so dass der Verein auch unter der Bezeichnung "Giovane Elber Stiftung" bekannt ist.
Schon Jahre vor der Gründung des Vereins setzte sich Elber für Straßenkinder in seiner Heimatstadt Londrina ein. Londrina ist eine Großstadt mit ca. 500000 Einwohnern. Die oben beschriebene Straßenkinderproblematik ist ebenso gegenwärtig wie die Tatsache, dass es in der Stadt ca. 80 Favelas gibt, in der Menschen unter katastrophalen Bedingungen leben (s. Bild).
Zielsetzungen
Das Ziel des Vereins zur Förderung brasilianischer Straßenkinder besteht darin über geeignete Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit finanzielle Mittel zur Unterstützung von Straßenkindern in Londrina zu akquirieren.
Unter dem Leitgedanken der Hilfe zur Selbsthilfe werden die gesammelten Gelder nach Brasilien transferiert und fließen dort in ein Projekt ein, welches im Folgenden skizziert wird.
Projekt
Im Mittelpunkt der Vereinsaktivitäten steht die Escola Pestalozzi, ein Schul- und Ausbildungszentrum für Straßenkinder aus den Favelas in Londrina. Für diese Kinder ist die Escola Pestalozzi die einzige Hoffnung auf ein besseres Leben.
Die Escola Pestalozzi steht unter der Leitung von Osmar
Ontivero, Elbers Schwiegervater, und seiner beiden Brüder José und
Francisco.
In dem streng bewachten Komplex mit drei Gebäuden, Sportplatz, Bäckerei,
Schreinerei, Zahnarztpraxis und mehreren Schlaf- und Ausbildungsräumen werden 460 Kinder betreut und können zwischen verschiedenen Ausbildungsangeboten wählen:
- Gärtner
- Friseur
- Schreiner
- Handarbeit/ Nähen
- Bürogehilfe
- Bäcker
- Computerkurse
Neben diesen konkreten berufsbezogenen Lehrgängen werden auf der Website der Giovane Elber Stiftung weitere Unterstützungen aufgeführt:
-
kostenlose medizinische Hilfe, auch Versorgung mit
Arzneimitteln
-
Hilfe und Information für Schwangere und Mütter
- Verpflegung
- Hausaufgabenhilfe und Nachhilfe
- zahnärztliche Versorgung einmal wöchentlich

Kurzzusammenfassung
- Unterstützung des Escola Pestalozzi in Londrina (Brasilien)l
- Verein unter dem Vorsitz des beliebten Ex-Fußballprofis Giovane Elber (u.A. VFB Stuttgart, FC Bayern München)
- Ausbildungsförderung für Straßen- und Favelakinder in Londrina
Wie können Sie helfen?
- Geldspenden zur Projektunterstützung
- Patenschaften für Kinder oder Lehrer
- Zustiftungen
Weitere Informationen über den Verein zur Förderung brasilianischer Straßenkinder e.V. finden Sie auf der Website des Vereins.
Quellen:
http://www.giovane-elber-stiftung.de
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