
Hintergrund
Der gemeinnützige Verein Kinderhilfe Kakadu e.V. wurde vor über 20 Jahren gegründet. Kakadu steht für "Kinder aller Kontinenten aus Deutschland unterstützt" - damit ist gleichzeitig das Programm des Vereins in groben Zügen umrissen.
Die Kinderhilfe Kakadu unterstützt ausgesuchte Kinderhilfsprojekte auf verschiedenen Kontinenten. Dabei beruht die Arbeit des Vereins auf vertrauensvollen Kooperationen mit einheimischen Partnern in den Projektländern.
Der
Verein setzt sich für folgende Aufgaben ein:
-
Kinderheime,
Ausbildungs- und Arbeitsstätten zu errichten, zu betreiben, anzuregen oder zu fördern
- Brunnen- und Hausbauprojekte
- Medizinische Hilfe und gesunde, ausreichende Ernährung für besonders bedürftige Familien
- Förderung von Vorschulerziehung, von Kultur- und Musikprojekten für Kinder aus verarmten Dörfern
- Soforthilfe, kurz- und längerfristige Hilfe nach Katastrophen
- Öffentlichkeitsarbeit, um über besondere Probleme von Kinderarmut in den unterstützten Projekten aufmerksam zu machen
- Erschließung von Hilfsmitteln, um sie für die Zwecke des Vereins verfügbar zu machen
Zielsetzungen
Oberstes Vereinsziel ist es über konkrete Projektmaßnahmen Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und bedürftigen Kindern und benachteiligten Menschen eine Lebensperspektive zu geben und sie zu erhalten.
Der Schwerpunkt der Projekttätigkeiten liegt dabei in der Förderung des Bildungsbereichs.
Projekte
Die folgende Karte zeigt, in welchen Ländern Kinderhilfsprojekte unterstützt werden:
Im Folgenden werden alle Projekte skizziert. Ausführliche Informationen finden sich auf der Website der Kinderhilfe Kakadu.
Lar Social Girassol ("Kinderheim Sonnenblume"), Brasilien
Die Kinderhilfe Kakadu unterstützt das Kinderheim "Sonnenblume" am Rande der Großstadt Sao Paulo im Stadtteil Grajau.
In dem Kinderheim leben zwischen 40 und 55 Kinder im Alter von 0-18 Jahren. Girassol ist
eine reine Privatinitiative und erhält weder staatliche noch behördliche Finanzierungshilfen.
Die Kinder werden fast ausschließlich durch die lokalen
Jugendbehörden und -gerichte oder auch durch die Jugendschutzstelle -
SOS crianca - zugewiesen, wofür mehrere Gründe in Betracht kommen:
In einigen Fällen entzieht das Jugendgericht den Eltern das Sorgerecht, weil sie
die Kinder schlecht oder gar nicht versorgen können oder misshandeln.
Teilweise sind die Kinder Waisen oder ein oder beide Elternteile sind
drogen- oder alkoholabhängig, manchmal auch geistig behindert.
Säuglinge werden auch häufig in Krankenhäusern zurück gelassen.
Zu dem Kinderheim gehört ein Ausbildungszentrum, in dem berufsbildende Kurse wie Alphabetisierung, Informatik, Zuschneiden und Nähen, Handarbeiten und Sport, angeboten werden.
Vimukthi Niwasa ("Haus der Freiheit"), Sri Lanka
Das Projekt Vimkthi Niwasa wird in Metiyagane durchgeführt, einem Dorf nahe Kurunegala im Landesinneren Sri Lankas.
Die Bevölkerung der Region lebt in großer Armut. Gegenstand des aus mehreren Komponenten bestehenden Gesamtprojekts Vimukthi Niwasa sind verschiedene Maßnahmen im Bildungsbereich sowie zur Betreuung alter und kranker Menschen. Hinzu kommt eine Initiative zur Trinkwassergewinnung, die ebenfalls dem Projekt angegliedert ist.
Im Rahmen der Vorschularbeit werden 10 Kindergärten unterstützt. Finanziert werden die Ausbildung und Arbeit von Vorschullehrerinnen, eine gehaltvolle Ernährung, Spielzeug, Gebäudebau, Mobiliar usw.
Auf dem folgenden Bild begrüßen Kinder und Erzieherinnen der Vorschule Vimukthi Niwasa Mitarbeiter der Kinderhilfe Kakadu anlässlich eines Besuchs vor Ort:
Das nächste Bild zeigt den Kindergarten (Preschoolgebäude) mit Eltern und Kindern im Vordergrund:
Schulkinder werden auf besondere Art gefördert und ausgebildet. Zum Teil werden die Kinder außerhalb der Schule durch Kultur- oder Sportveranstaltungen beschäftigt oder sie erhalten ergänzenden Unterricht.
Das folgende Bild zeigt Schulkinder beim Zusatzunterricht in Vimukthi Niwasa:
Über 200 Frauen erhalten eine einfache berufliche Bildung und erlernen unterschiedliche Handwerke: Flechten von Körben, Schalen und Matten, Kochen, Nähen, Anbau landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Verkaufsfertige Ware wird zum größten Teil in örtlichen Souvenirläden angeboten.
Zu dem Projekt Vimukthi Niwasa gehören auch die Organisation von Arztbesuchen, Essensausgabe und Vergabe von kleinen Renten für hilfsbedürftige alte und kranke Menschen.
Eine weitere Projektkomponenten besteht darin, dass in zwei abgelegenen Dörfern die Trinkwasserversorgung für nahezu 10 Familien sicher gestellt wurde. Auf Initiative des bayerischen Obst- und Gartenbauvereins wurden zwei Brunnen - ein Ziehbrunnen und ein Rohrbrunnen - gebaut und in Betrieb genommen.
LADANI, Sri Lanka
LADANI ist ein Akronym von Lama Daya Nivasa und bedeutet: liebevolles Zuhause und Geborgenheit für Kinder. LADANI besteht aus insgesamt acht Teilprojekten, die von der Kinderhilfe Kakadu unterstützt werden.
Im Folgenden werden einige dieser Teilprojekte genannt. Ausführliche Informationen finden sich auf der Website der Kinderhilfe Kakadu.
- Waisenhaus in Mattakottuwa (In Haldanduwana an der Westküste Sri Lankas wird ein bereits
bestehendes Waisenhaus erweitert.)
- Waisenhaus in Katuneriya (In diesem Waisenhaus wurden verschiedene Renovierungsarbeiten durchgeführt.)
- Schulspeisungsprojekt (In sechs Schulen wird eine ausgewogene warme Mahlzeit ausgegeben.)
- Förderschule für lernbehinderte Kinder und Jugendliche (Für die Schüler werden Ausbildungsangebote geschaffen zusammen mit einer halbtätigen Betreuung.)
Traumaarbeit, Sri Lanka
Der Tsunami am 26.12.2004 tötete alleine in Sri Lanka 40.000 Menschen.
Bei der Bewältigung der schrecklichen Erlebnisse wurde die einheimische Bevölkerung kaum unterstützt. Deshalb haben Mitarbeiter der Kinderhilfe Kakadu in den Räumen des LADANI-Instituts in Katuneriya für qualifiziertes einheimisches Personal (Lehrer, Ärzte, Nonnen, Priester, Krankenschwestern etc.) Schulungen zur Therapie seelischer Traumata durchgeführt.
Grundschule Les miracles de Yahvé ("Die Wunder Gottes"), Togo
In dem Dorf Klémé-Sanguera finanziert die Kinderhilfe Kakadu den Bau und Betrieb einer Grundschule.
Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Bildung in einem ländlichen Raum, wo die Versorgung der Bevölkerung mit geeigneten Bildungseinrichtungen sehr schlecht ist. Bevor die Schule gebaut werden konnte, wurde der Unterricht unter freiem Himmel abgehalten, lediglich ausgerüstet mit primitiven
Sitzgelegenheiten, wenig Schulmaterial und drei Strohüberdachungen, welche
bei Sturm regelmäßig zu Bruch gingen.
Agrarprojekt in Kloto, Togo
Die Kinderhilfe Kakadu finanziert verschiedene Substanzerhaltungs- und Verbesserungsmaßnahmen für eine landwirtschaftliche Bildungsstätte in Kloto in der Nähe von Kpalimé.
Das Ausbildungszentrum liegt in einem ländlichen Gebiet mit vielen kinderreichen Familien. Viele dieser Familien sind so arm, dass sie einen weiteren Schulbesuch ihrer Kinder nicht finanzieren können.
Für die jungen Leute bedeutet das, dass diese entweder anfangen auf den Feldern zu arbeiten, allerdings ohne qualifizierte Kenntnisse, oder auf die schiefe Bahn geraten und damit zu einem gesellschaftlichen Problem werden.
Das Ausbildungszentrum leistet einen Beitrag zur Verringerung der allgemeinen Armut und zur Prävention von Jugendkriminalität, indem es den Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 25 Jahren eine zukunftsweisende landwirtschaftliche Ausbildung vermittelt.
Mittlerweile (Stand 2007) konnte über 100 junge Menschen in Ackerbau, Viehzucht und Umweltschutz ausgebildet werden.
Kinderprojekt "Georg Korn" in Huaraz, Peru
Im Norden Perus zwischen den Cordillera Blanca und Cordillera Negraa in
den Anden liegt die Stadt Huaraz (3000m) mit ca. 100.000 Einwohnern. Dort leben überwiegend Campesinos (Landarbeiter) in sehr einfachen wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen. Das Gesundheitswesen ist sehr defizitär.
In dieser Region fördert die Kinderhilfe Kakadu ein Kinderschutzprojekt mit folgenden inhaltlichen Schwerpunkten:
- Unterstützung behinderter Kinder aus armen Familien
- Finanzierung von Operationen, Bewegungs-, Sprach- und Beschäftigungstherapien sowie Medikamenten
- Unterstützung im sozialen Umfeld (zu Hause, Schule Kindergarten)
- intensive Zusammenarbeit mit den Sozialarbeiter/-innen im Krankenhaus von Huaraz (Vermittlung und Kooperation)
- Regelmäßige Hilfe für Kinderspeisestätten mit wöchentlichen Einkäufen von Obst, Gemüse und gelegentlich Fleisch
Kurzzusammenfassung
- Förderung ausgesuchter Kinderhilfsprojekte in verschiedenen Ländern
- intensive Zusammenarbeit mit einheimischen Projektverantwortlichen
- regelmäßige Besuche in den Projektländern zur Kontrolle des Projektfortschritts
Wie können Sie helfen?
- Geldspenden zur Finanzierung laufender Projekte
- Projektpatenschaften
- Kinderpatenschaften
- Mitgliedschaft im Verein
Auf der Website der Kinderhilfe Kakadu finden sich nähere Informationen.
Weitere Informationen über die Kinderhilfe Kakadu e.V. finden Sie auf der Website des Vereins.
Quellen:
http://www.kinderhilfe-kakadu.de
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