Asociatia de Ajutor Johannes Drucken
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Hintergrund

Auch fast 20 Jahre nach dem Sturz des Ceausescu-Regimes leben in Rumänien noch viele Menschen in materiell und sozial schwierigen Verhältnissen. Eines von mehreren Problemen ist das Fehlen geeigneter Ausbildungsplätze für Jugendliche.

Dieses Problem resultiert unter anderem daraus, dass nach dem Fall Ceausescus alle "volkseigenen" Betriebe und Kolchosen wegen eines Mangels an Führungskräften aufgelöst wurden. Dadurch wurden viele mehr oder weniger qualifizierte Menschen arbeitslos. Weil auch die Ausbildungsbetriebe, die im Verbund mit den politechnischen Schulen standen, aufgelöst wurden, sind viele junge Menschen in Rumänien ohne jegliche Ausbildung. Die private Industrie, Handel und Gewerbe kommen der ständig steigenden Nachfrage an Ausbildungsplätzen nicht nach.

Daraus resultiert eine explosive soziale Spannung, denn viele der arbeitslosen Jugendlichen sind von einem Abrutschen auf die "schiefe Bahn" bedroht und benötigen dringend eine lohnenswerte Perspektive.

Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2004 die Johannes-Hilfssozietät (rum.: "Asociatia de Ajutor Johannes") gegründet. Vorläufer der Sozietät war der Kölner Verein "Shelter for the pepole".

Asociatia de Ajutor Johannes ist heute eine eine vom Rumänischen Staat anerkannte und eingetragene Non-Profit-Organisation (NGO), die sich auf der Grundlage des christlichen Glaubens als überkonfessionelle Jugend- und Familienhilfsorganisation versteht. Details dazu finden Sie auf der Website des Vereins.

Die Asociatia ist in der Kleinstadt Zarnesti (Jud. Brasov) mit einem komplexen Hilfsprojekt und verschiedenen weiteren Teilprojekten tätig. Kern des Hauptprojekts ist die Sanierung und strukturelle Weiterentwicklung eines Wohnblocks und damit verbunden die Verbesserung der Lebensverhältnisse der in diesem Block lebenden Menschen (dazu mehr in dem Abschnitt "Projekte").

Zarnesti wurde ausgewählt, weil dort durch das Fehlen jeglicher Jugendeinrichtungen ein soziales Vakuum entstand und somit eine entsprechende Notwendigkeit externer Hilfe gegeben war. Gleichzeitig gibt es Unterstützung für das Projekt durch die örtliche Verwaltung, indem z.B. städtische Räume kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Zielsetzungen

Die Asociatia de Ajutor Johannes möchte die allgemeinen Lebensverhältnisse der in dem Wohnblock lebenden Menschen verbessern. Ein Kernaspekt dabei ist, dass Jugendliche in dem Wohnblock eine handwerkliche Grundausbildung erhalten und auf diese Weise eine konstruktive Berufsperspektive entwickeln.

Auf diese Weise soll auch dem drohenden Wegzug der jungen Bevölkerung ins Ausland entgegen gewirkt werden. Die Jugendlichen sollen in ihrem Selbstwertgefühl und der Überzeugung auch in ihrer Stadt etwas erreichen zu können gestärkt werden.

Den erwachsenen Bewohnern des Blocks soll Mut gemacht werden ihre Zukunft wieder in die eigene Hand zu nehmen und ihren Kindern eine positive christliche Lebenseinstellung vorzuleben.

Projekte

Die Hilfsleistungen der Asociatia de Ajutor Johannes konzentrieren sich auf die Unterstützung der Menschen und strukturelle Verbesserungen in dem vierstöckigen Wohnblock 2 (Str. Alleea Uzinei Nr. 2) am Stadtrand von Zarnesti.

In diesem Block leben in Wohneinheiten von jeweils 12m2 insgesamt 126 Erwachsene und 83 Kinder. Die Höchstbelegung einer solchen Wohneinheit besteht aus zwei Erwachsenen und neuen Kindern.

Den Wohnraum konnte der Hilfsverein nicht verändern, wohl aber die fatale Wohnsituation, wie z.B. fehlendes Wasser, Strom und Heizprobleme. Die folgenden Bilder zeigen eindrucksvoll, wie sich die Zustände durch die Arbeit der Asociatia geändert haben.

Bilder von "früher":

Block vor der Sanierung

Block vor der Sanierung

 

 

   

 


 

 

Bilder von heute:

Raum für Bibelarbeit

Bibellesen 

 

 

 

 

   

   

   

 

 

 

 

   

Mittelpunkt des sozialen Lebens ist der gespendete Container von "Helping Hands e.V." geworden. In ihm werden Versammlungen abgehalten, dort ist der Kindergarten installiert und auch die Bibelstunden (s. mittleres Bild rechts) werden dort von zahlreichen Kindern besucht.

In dem Container befinden sich Computer und die Kinder lernen auf spielerische Art und Weise den Umgang mit der Technik (s. unteres Bild links). Hier gibt es auch eine Essensausgabe für die Kinder, nach Möglichkeit alle zwei Tage. An dieser Stelle zahlt sich die gute Zusammenarbeit mit einer englischen Missionsstation im 30 km entfernten Ort Vulcan aus.

Für die kleinen Kinder wurde ein Spielplatz gebaut.

Trotz des bereits Erreichten arbeitet die Asociatia de Ajutor Johannes an einer weiteren Verbesserung der Lage in dem Wohnblock. Dazu werden in Deutschland verschiedene Hilfsgüter gesammelt, wie z.B. Fahrräder, Matratzen oder Kleidung. Die Freude ist immer groß wenn dann ein PKW oder ein geliehener Kleinlaster zu dem Block kommt und die Hilfsgüter abliefert.

Hand in Hand mit den Hilfsleistungen für den Wohnblock gehen verschiedene geplante Selbsthilfeprojekte zur Ausbildungsförderung für Jugendliche.

Als erstes Selbsthilfeprojekt ist eine Fahrradwerkstatt geplant. Hier werden gebrauchte, nicht mehr benutzte Fahrräder aufbereitet und verkehrstüchtig gemacht.

Neben den Fahrrädern ist auch an die Herstellung von Handwagen aus Fahrradschrott gedacht. Handwagen sind neben Pferdewagen wichtige Hilfsmittel der Landbevölkerung, die keine anderen Transportmöglichkeiten kennen bzw. sich solche leisten können. 

In Planung befinden sich auch die Projekte "Rollstuhl", "Änderungsschneiderei" und "PC-Shop". Nähere Informationen können über die auf der Website der Asociatia angegebenen Kontaktmöglichkeiten eingeholt werden.

Kurzzusammenfassung 

  • Sanierungs- und Ausbauarbeiten in einem ehemals herunter gekommenen Wohnblock am Stadtrand von Zarnesti (Rumänien)
  • Projektmaßnahmen zur Ausbildungsförderung von Jugendlichen

 

 

Wie können Sie helfen? 

  • Geldspenden für die diversen Projekte des Vereins

 

Weitere Informationen über die Asociatia de Ajutor Johannes finden Sie auf der Website des Vereins


Quellen:
http://www.ro-hilfe.com
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 21. März 2008 )