Hilfsaktion für den Fernen Nächsten e.V. Drucken

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Hintergrund

Der Verein Hilfsaktion für den Fernen Nächsten e.V. wurde 1965 als private Initiative gegründet. Gefördert werden Entwicklungshilfeprojekte auf ökumenischer Basis in Südamerika, Afrika, Asien und Osteuropa. Vorläufer und Grundstein des Vereins war eine von Msgr. Buschhausen - dem heutigen Vereinsvorsitzenden - initiierte Hilfsaktion ("Sr. Rigoberta-Aktion"; nähere Informationen dazu finden Sie hier auf der Website des Vereins).

Heute versucht die Hilfsaktion für den Fernen Nächsten e.V. einerseits Mittel für die Unterstützung humanitärer bzw. karitativer Projekte zu generieren. Mindestens ebenso wichtig ist es dem Verein aber einen Diskursraum zu schaffen für Gerechtigkeits- und Solidarthemen sowie sozialethische Überlegungen auf der Grundlage des christlichen Glaubens.

Mit diesen Punkten sind gleichzeitig die Zielsetzungen des Vereins umrissen.

Projekte

Nachfolgend werden die verschiedenen aktuellen Hilfsprojekte (dunkelrote Punkte!) der Hilfsaktion für den Fernen Nächsten skizziert. Ausführliche Informationen finden sich auf der Website des Vereins.

Sozialstation in Chimoio (Mosambik) 

Im Jahr 1997 gründeten brasilianische Schwestern der Ordensgemeinschaft der Salvatorianerinnen (SDS) mit finanzieller Unterstützung der Hilfsaktion für den Fernen Nächsten eine Sozialstation in der Provinzhauptstadt der Region Manica, Chimoio, in Mosambik.

In der Stadt - insbesondere an der Peripherie - gibt es großflächige Elendsquartiere, die zeigen, dass sich das Land auch heute noch nicht von dem langjährigen Bürgerkrieg erholt hat, der seit 1979 in Mosambik tobte. Der Bürgerkrieg wurde erst 1992 durch ein offizielles Friedensabkommen beendet, Armut und Elend im Land sind geblieben. 

Häuser/ Privatschule in Kairo-Moytamadea (Ägypten)Maria Grabis

An der Peripherie der Metropole Kairo läuft eines der ältesten Förderprojekte der Hilfsaktion für den Fernen Nächsten. In Kairo-Moytamadea leben schätzungsweise rund 6.000 Menschen davon inmitten riesiger Müllflächen Abfälle zu sammeln und zu sortieren. Die Lebensbedingungen dieser Menschen sind katastrophal.

Seit 1974 fördert der Verein Hilfsaktion für den Fernen Nächsten e.V. eine Hilfsinitiative von Maria Grabis (s. Bild). Im Rahmen ihrer Initiative wurden neben seelsorglichen Arbeit zunächst kleine, befestigte Häuser gebaut und sauberes Trinkwasser bereit gestellt.

Mittlerweile gibt es 71 Häuser und zusätzlich wurde eine Privatschule errichtet, an der derzeit 16 Lehrer ca. 400 Schüler in zwölf Schulklassen unterrichten.

Entwicklungsarbeit in São Pedro da Agua Branca (Brasilien)

Im Jahr 1987 ließ sich Pater Gerhard Schauff - ein langjähriger Freund und Projektpartner der Hilfsaktion für den Fernen Nächsten - in São Pedro da Agua Branca, im Nordosten Brasiliens, nieder.

Pater Schauff führte dort Entwicklungsprojekte durch, wie z.B. die Bohrung von Tiefbrunnen, Wohnungsbau, Alphabetisierung und Hygieneerziehung.

Die Kindersterblichkeit konnte innerhalb der ersten zehn Jahre um 60 Prozent gesenkt werden; die durchschnittliche Lebenserwartung – 1987 noch bei 20 Jahren gelegen - ist mittlerweile auf 40 Jahre angestiegen. Seit 1995 existiert ein eigenes Gemeindezentrum, das vielerlei karitative, pastorale und soziale Dienste leistet.

Seit dem Tod von Gerhard Schauff im Jahr 1996 wird die Entwicklungsarbeit durch Ordensschwestern in Abstimmung mit dem Ortsbischof weitergeführt und weiterhin durch die Hilfsaktion für den Fernen Nächsten unterstützt.

Gesundheitsfürsorge/ Ausbildung  in Basanti (Indien)

Seit 1980 unterstützt die Hilfsaktion für den Fernen Nächsten die Projektarbeit der Ordensgemeinschaft der Töchter vom Heiligen Kreuz (F.C.) auf der ca. 95 km östlich von Kalkutta gelegenen Insel Basanti, Indien.

Hauptschwerpunkte der Projektarbeit sind der Betrieb und Ausbau der Privatschule Little Flower Convent, in der ca. 1.000 Mädchen und junge Frauen aus Basanti und Umgebung von der ersten bis zur zehnten Klasse ausgebildet werden (s. Bild). Ein daran angeschlossenes Internat beherbergt und verpflegt derzeit 50 Schülerinnen

Privatschule Little Flower Convent 

Dem Schulgelände angegliedert ist eine Krankenstation, die ebenfalls von der Ordensgemeinschaft betrieben wird. Neben einer Notfallambulanz können dort Entbindungen oder kleinere chirurgische Eingriffe durchgeführt werden..

Diakonische Arbeit in Montevideo (Uruguay)

Seit 1997 unterstützt die Hilfsaktion für den Fernen Nächsten die diakonische Arbeit der Deutschen Evangelischen Gemeinde in Montevideo, Uruguay. Die Gemeinde unterhält dort das Kinderheim Hoger Amanecer ("Neuer Tag").

Das Kinderheim ist im Jahre 1955 aus einer Privatinitiative entstanden und beherbergt heute ca. 30 Kinder und gewährleistet ihnen ärztliche und psychische Betreuung.

Die Hilfsaktion für den Fernen Nächsten fördert seit 1980 ein weiteres ökumenisches Sozialzentrum im sog. Barrio Borro, einem durch Arbeitslosigkeit, Drogenkonsum, Prostitution und Gewalt bestimmten Randgebiet Montevideos.

Unter der Leitung von Armin Ihle, seit 1996 Pastor der Deutschen Evangelischen Gemeinde in Montevideo, erhalten hier Kinder aus den untersten Gesellschaftsschichten ein ergänzendes Schulprogramm, Schulspeisung, Hausaufgabenhilfe und Freizeitbetreuung.

Für die älteren Jugendlichen bietet die Sozialstation neben individueller Schülerförderung auch ein Werkstattprogramm an, in dessen Rahmen Grundtechniken der Bearbeitung von Papier, Wolle, Holz, Leder, Bambusrohr und anderen Materialien vermittelt werden.

St. Joseph's Care and Support Trust, Sizanani (Südafrika)

Seit 1999 unterstützt die Hilfsaktion für den Fernen Nächsten den in Sizanani ansässigen und administrativ eigenständigen St. Joseph's Care and Support Trust, dessen Schwerpunkt in der ganzheitlichen Betreuung HIV/AIDS-Kranker besteht. Sizanani liegt ca. 100 km nordöstlich von Johannesburg.

Menschen, die aufgrund ihrer Infektion bzw. Erkrankung aus dem eigenen Familienverband verstoßen wurden, finden in der Einrichtung Aufnahme und werden bis hin zur Sterbebegleitung betreut. Parallel wird durch ein Aufklärungsprogramm versucht, die Zahl der Neuinfektionen zu senken und die Akzeptanz HIV-positiver Menschen in der Gemeinschaft zu erhöhen.

Die Fürsorge durch den St. Joseph´s Care and Support Trust erstreckt sich außerdem auf über 600 hundert Waisenkinder, deren Eltern an AIDS gestorben sind.

Karitativ und pastorale Arbeit in Eirunepé (Brasilien)

Ebenfalls seit dem Jahr 1999 fördert der Verein Hilfsaktion für den Fernen Nächsten e.V. karitative und pastorale Aufgaben in Eirunepé, über 1.000 km östlich der Provinzhauptstadt Manaus im Nordwesten Brasiliens gelegen.

Die Betreuung der Gemeinden in der Region wird seit 1978 durch Pfr. Georg Rose gewährleistet. Neben Seelsorge und Kinder- und Sakramentenpastoral besteht die Hilfe in der Pfarrcaritas. Hinzu kommt eine Mutter-Kind-Pastoral, deren soziale Aufgaben in der Krankheitsvorsorge, im Impfschutz und der Bekämpfung von Unternäherung liegt.

Jugendzentrum in Konstanza (Rumänien) 

Im Armenviertel der südostrumänischen Hafenstadt Konstanza gründeten die Salesianer Don Boscos das erste Jugendzentrum der Stadt.

Mit einem kreativen Freizeitprogramm wendet sich die Einrichtung an die weitgehend chancenlosen, häufig obdachlosen Kinder und Jugendlichen der untersten Gesellschaftsschicht. Die Angebote umfassen psychologische, soziale und medizinische Betreuung.

Seit 1997 wird zusätzlich auch eine Schul- und Berufsausbildung angeboten. 

Diese Maßnahmen werden von der Hilfsaktion für den Fernen Nächsten seit dem Jahr 2005 finanziell unterstützt.

  

Kurzzusammenfassung 

  • Hilfsorganisation mit langer Tradition (seit 1965) unter dem Vorsitz von Msgr. Buschhausen, Köln
  • finanzielle Unterstützung für verschiedene karitative, humanitäre oder pastorale Hilfsprojekte in verschiedenen Ländern
  • neben der Projektförderung ist die Sensibilisierung für globale Missstände ein Kernanliegen des Vereins

 

 

 

Wie können Sie helfen? 

  • Geldspenden für die diversen Projekte des Vereins (nähere Informationen finden Sie hier)


Weitere Informationen über die Hilfsaktion für den Fernen Nächsten e.V. finden Sie auf der Website des Vereins


Quellen:
http://www.ferner-naechster.de
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 21. März 2008 )