Dry Lands Project e.V. Drucken

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Hintergrund

Sri Lanka ist ein Land mit weit verbreiteter Armut. Auf der Website der Konrad-Adenauer-Stiftung findet sich dazu folgendes Zitat:

"Die in der letzten Zeit viel zitierte Behauptung, der [korrigiert, D.M:] Tsunami in Sri Lanka habe die Ärmsten der Armen getroffen, verleitet schnell zu der Annahme, dass Armut und Unterentwicklung überwiegend in den Küstengebieten zu finden sind. Diese Annahme ist falsch, so leben vor allem in den ländlichen Regionen des Landes-inneren eine Vielzahl von Menschen deutlich unterhalb der Armutsgrenze. Die Bekämpfung der Armut von der kleinsten Stufe, der Familie, an kann auf Dauer maßgeblich zur Verbesserung von Strukturen beitragen."

Die wirtschaftspolitischen Informationen des Auswärtigen Amtes über Sri Lanka enthalten den Hinweis, dass die wirtschaftlichen Entwicklung Sri Lankas große regionale Unterschiede aufweist. Fast die Hälfte der gesamten Wirtschaftsleistung wird in der Region um die Hauptstadt Colombo erbracht, die ländlichen Gegenden sind hingegen äußerst strukturschwach.

Der verheerende Tsunami am zweiten Weihnachtstag 2004 in Südostasien mit mehr als 150.000 Toten und Vermissten verschlechterte die ohnehin schon kritischen Lebensbedingungen vieler Menschen - auch in Sri Lanka und vor allem für die arme Bevölkerung in den abgelegenen ländlichen Gegenden. Besonders betroffen waren die Kinder der armen Bevölkerung, die z.T. sämtliche Angehörige verloren. Traumatisiert durch die Folgen des Tsunamis begann für viele von ihnen das Warten auf ein menschenwürdiges Dasein in Adoptiv- oder Pflegefamilien, nicht selten mangels anderer Möglichkeiten in einem der überbelegten örtlichen Gefängnisse. (Quelle: Dry Lands Project)

    

Gleichzeitig führte das Seebeben zu einer kaum für möglich gehaltenen Spendenbereitschaft in den reichen Industriestaaten, unter anderem auch in Deutschland.

Problematisch daran ist, dass längst nicht alle betroffenen Regionen von dieser Hilfe profitier(t)en. Vielmehr muss auch für Sri Lanka befürchtet werden, dass sich die Lebenssituation der armen Landbevölkerung nach der Tsunami-Katastrophe nicht spürbar verbessert hat. Schuld daran sind zum einen logistische Probleme, zum anderen spielen Korruption, allgemeine Misswirtschaft und ethnische Konflikte eine Rolle. Letztere führen sogar dazu, dass die Zahl der Menschen in den nach dem Tsunami gebildeten Übergangslagern steigt, da sich viele Menschen vor dem wieder aufgeflammten Bürgerkrieg auf der Flucht befinden. (Quelle: Dry Lands Project

Vor diesem Hintergrund hatte Frank Lieneke (Linus) die Idee zu einem humanitären Hilfsprojekt in Sri Lanka, welches einerseits Soforthilfe leistet, zugleich aber auch als Langzeitprojekt mit nachhaltiger Wirkung ausgelegt ist.

Zielsetzungen

"Dry Lands Project e.V." soll einen Beitrag dazu leisten, vor allem für die von dem Tsunami besonders betroffenen Kinder in Sri Lanka humanitäre Hilfe zu leisten. In der Satzung des Vereins heißt es: "Zweck des Vereins ist die Soforthilfe und Entwicklungshilfe auf Sri Lanka aufgrund der Flutkatastrophe im Dezember 2004. Es soll vor allem Hilfe zur Selbsthilfe, in jeglicher Form geleistet werden."

Mit diesen Leitgedanken werden verschiedene Teilprojekte für Kinder und Behinderte in den Ortschaften Marawila und Wennapuwa im Nordwesten Sri Lankas durchgeführt. 

Projekte

Angels Home in Marawila

Das Angels Home ist ein kleines Waisenheim für Mädchen, in dem zur Zeit 12 Kinder im Alter von 4-14 Jahren leben (s. Bild). Dieses Projekt zeichnet sich besonders dadurch aus, dass die Mädchen hier eine liebevolle und fürsorgliche Erziehung genießen, was in singhalesischen Heimen durchaus nicht selbstverständlich ist.

Auf dem Grundstück des Waisenheims befindet sich neben einem kleinen Spielplatz für die Mädchen auch ein großer Garten, in dem mittlerweile schon verschiedene Nahrungsmittel selbst angebaut werden. Alle Arbeiten, wie Umbau, Renovierung, Buchführung, Einkauf, etc. werden von Frank Lieneke selber durchgeführt um Kosten zu sparen.

Linus vor dem Angels Home 

Mädchenheim in Wennappuwa

In diesem Heim leben momentan 60 Mädchen, wodurch die räumlichen und finanziellen Kapazitäten mehr als ausgelastet und die Angestellten dort teilweise überfordert sind. Dieses Projekt wurde bereits mehrfach von Drylands unterstützt. Beispielsweise wurden zu Beginn der Arbeit neue Sanitäranlagen für die Kinder gebaut. Außerdem wird dieses Waisenheim gelegentlich mit Nahrungsmitteln und Spielsachen für die Kinder versorgt. 

Behindertenheim in Wennappuwa

Diese Einrichtung gibt zur Zeit sowohl geistig und körperlich behinderten Kindern als auch Kindern mit erheblichen psychischen Störungen ein Zuhause. Da Behinderungen – egal welcher Art – in Sri Lanka weitestgehend tabuisiert werden, ist es schwierig, die laufenden Kosten zur Unterhaltung solcher Einrichtungen aufzubringen. Drylands Project e.V. versucht deshalb, so oft es möglich ist,das Behindertenheim mit Nahrungsmitteln oder finanziellen Zuwendungen zu
unterstützen. 

Kurzzusammenfassung

  • private Hilfsaktion von Frank Lieneke (Linus) als Reaktion auf die Flutkatastrophe im Dezember 2004 in Südostasien
  • humanitäre Hilfe für Kinder und Behinderte in Marawila und Wennapuwa (Sri Lanka) 

 

 

Wie können Sie helfen?

 

 

Weitere Informationen über Dry Lands Project e.V. finden Sie auf der Website


Quellen:
http://www.dry-lands.org
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 21. März 2008 )