Deutsche Kamerun-Hilfe e.V. Drucken


Hintergrund

Kamerun ist trotz wirtschaftlicher Fortschritte in den letzten Jahren ein armes Land. Der aktuelle Human Development Report des UNO-Entwicklungsprogramms UNHDP (aus dem Jahr 2006) führt Kamerun bei dem Ranking des Human Development Index (HDI) an 144. Stelle (von insgesamt 177), nur ganz knapp oberhalb der Grenze zu den ärmsten Ländern der Welt mit "Low Human Development": 

      

(Quelle: UNHDP Human Development Report 2006

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung fasst die Lage wie folgt zusammen:

"Nach den Wirtschaftskrisen in den 1980er Jahren hat Kameruns Regierung umfangreiche Reformen eingeleitet. Seitdem hat sich die Wirtschaft deutlich erholt. Trotzdem haben sich die Lebensbedingungen der Bevölkerung noch nicht grundlegend verbessert.

Besonders in den Städten ist die Arbeitslosigkeit groß; ein Viertel der Bevölkerung ist unterernährt. Die zentralistische Regierungsführung behindert die erfolgreiche Umsetzung der Reformen und ist zu wenig auf die Armutsbekämpfung ausgerichtet. Außerdem lässt sie der Bevölkerung nur wenige Möglichkeiten, am Entwicklungsprozess teilzunehmen. ...

Die Gesundheitsvorsorge ist schlecht. Ein sehr großes Problem für das Land ist auch die hohe AIDS-Infektionsrate. Sechs Prozent der Erwachsenen zwischen 15 und 49 Jahren sind infiziert. Die innere Sicherheit ist gefährdet, unter anderem durch Spannungen zwischen armen und reichen Bevölkerungsgruppen und zwischen Anglophonen und Frankophonen." (Quelle: BMZ)

Angesichts dieser gravierenden Missstände engagiert sich der sowohl in Deutschland als auch in Kamerun als gemeinnützig anerkannte Verein Deutsche Kamerun-Hilfe e.V. für eine Verbesserung der Lebensbedingungen der armen Bevölkerung in Kamerun. Im Vordergrund stehen dabei Hilfsprojekte, die Hilfe zur Selbsthilfe leisten und auf diese Weise nachhaltige Wirkung haben.

Der Verein wurde vom Kameruner EX-Fußballnationalspieler Alphonse Yombi ins Leben gerufen. Neben einem Büro in Deutschland gibt es vor Ort in Kamerun eine Zweigstelle des Vereins. Eine schnelle und unbürokratische Hilfe ist damit gewährleistet. 

Zielsetzungen

Zu den vorrangigen Zielen der Deutschen Kamerun-Hilfe e.V. gehören regionale Ausbildungsprojekte in Kamerun, welche sich vor allem auf den Ort Bafia, dem nach Yaounde drittgrößten Ort der Provinz Centre, beziehen (s. Karte).

                    Karte Kamerun 

(Quelle: Wikipedia

Die Deutsche Kamerun-Hilfe hat es sich zur Aufgabe gemacht dort zu helfen, wo andere Ansprechpartner oft nicht vorhanden sind, und möchte kleinere alltägliche Hilfsprojekte durchführen. Später sollen weitere "Brücken" gebaut und ein Austausch von Jugendlichen und Mentoren aus Deutschland realisiert werden.

Zunächst gilt es Partner für den Aufbau der einzelnen Projekte in Kamerun zu gewinnen. Mentoren, Sponsoren, Experten und Facharbeiter. Menschen, die ihr Talent und "Know-how" in die einzelnen Projekte mit einfließen lassen wollen.

Projekte

Alle Projekte der Deutschen Kamerun-Hilfe verfolgen den Leitgedanken der Hilfe zur Selbsthilfe. Für den Verein ist es wichtig, die Menschen in Kamerun durch die Projekte zu motivieren und sie zu ermutigen, etwas aus eigener Kraft zu (er)schaffen. Zur Zeit werden folgende Projekte durchgeführt:

Computerschule und Nähzentrum Yaounde

Bildung gehört zu den wichtigen Dingen im Leben, um voran zu kommen und Perspektiven für die Zukunft zu ermöglichen. Deshalb möchte die Deutsche Kamerun-Hilfe die Projekte Computerschule und Nähzentrum in Yaounde realisieren.  Im Rahmen dieser Projekte sollen die Menschen eine Ausbildung und damit den Schlüssel für eine bessere Zukunft erhalten.

Schreinerei Bafia

In enger Zusammenarbeit mit  Projektpartnern, Experten, Facharbeitern und ehrenamtlich Tätigen soll in Bafia ein integrales Ausbildungszentrum im Bereich Holzverarbeitung-Schreinerei entstehen. Dort sollen vor allem junge Frauen und Männer die Chance einer Berufsausbildung bekommen. Die dort erstellten Produkte sollen sich in erster Linie an der Bedarfslage der Dorfgemeinschaft orientieren und für andere Hilfsprojekte zum Einsatz kommen (Schulbänke, Stühle, Krankenhausbetten o.ä.). Auf diese Weise hat das Projekt übergreifende Bedeutung und unterstreicht die Vernetzung der einzelnen gegenwärtigen oder zukünftigen Hilfsprojekte.

Darüber hinaus werden in der Schreinerei auch die afrikanischen, traditionellen Holzschnitzereien gefördert, da es immer weniger junge Menschen in Kamerun gibt, die diese Jahrhunderte alte Tradition beherrschen (s. Bilder).

Schreinerei

Schreinerei

 

 

 

 

  

 

Nähere Informationen zu gegenwärtigen und geplanten Projekten finden sich auf der Website der Deutschen Kamerun-Hilfe e.V. (z.B. hier).

Kurzzusammenfassung

  • Gründer der Hilfsorganisation: Ex-Nationalspieler Alphonse Yombi (Kamerun)
  • Hilfsprojekte in Kamerun mit Schwerpunkt (Berufs-)Ausbildung
  • enge Kooperation mit verschiedenen Partnern (vor Ort)

 

 

 

Wie können Sie helfen?

  • Projektpartnerschaft (nähere Informationen hier)
  • Übernahme einer Familienpatenschaft (nähere Informationen hier)
  • Sachspenden (gebraucht werden z.B. Maschinen/ Werkzeuge aus dem Schreinereibedarf)
  • Geldspenden
  • Unterstützung der Aktion "Erde für Kamerun"

 

 

 

 

Weitere Informationen über die Deutsche Kamerun-Hilfe e.V. finden Sie auf der Website des Vereins


Quellen:
http://www.deutsche-kamerun-hilfe.de
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 21. März 2008 )